Fördermittel

KI-Förderung 2026: Diese Zuschüsse gibt es für Ihr KI-Projekt

20. März 2026 7 Min. Lesezeit Daniel Gnann
Das Wichtigste in Kürze (aktualisiert September 2026): Kleine Unternehmen in Bayern erhalten über den Digitalbonus bis zu 30.000 € Zuschuss, eigene KI-Entwicklung fördert die Forschungszulage mit 25 % (KMU 35 %). BAFA go-digital und Digital Jetzt sind seit Ende 2024 beendet. Entscheidend bleibt: Der Antrag muss vor Projektstart gestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
  1. Überblick: KI-Förderung im Mittelstand 2026
  2. Digitalbonus Bayern – bis zu 30.000 €
  3. BAFA-Beratungsförderung – statt go-digital
  4. Forschungszulage (FZulG) – Steuerbonus für F&E
  5. INVEST-Zuschuss – Wachstumsfinanzierung
  6. Schritt-für-Schritt: Antrag stellen
  7. Die 5 häufigsten Fehler
  8. Wie VerdaGen bei der Antragstellung hilft

1. Überblick: KI-Förderung im Mittelstand 2026

Künstliche Intelligenz ist kein Luxus mehr – sie ist Wettbewerbsfaktor. Gute Nachricht für den Mittelstand: Bund und Länder stellen erhebliche Fördermittel bereit, um KI-Projekte in kleinen und mittleren Unternehmen anzuschieben. Das Problem: Viele Unternehmen wissen nicht, welches Programm zu ihnen passt – oder stellen den Antrag zu spät.

Dieser Leitfaden verschafft Ihnen einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Programme (Stand September 2026), erklärt die jeweiligen Voraussetzungen und zeigt, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

2. Digitalbonus Bayern – bis zu 30.000 €

Digitalbonus Bayern

Standard bis 7.500 € · Plus bis 30.000 €

Für wen: Kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Bayern (unter 50 Mitarbeitende, max. 10 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme)

Förderquote: Bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben; Plus-Variante für Vorhaben mit besonderem Innovationsgehalt

Was wird gefördert: Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen sowie IT-Sicherheit – inklusive KI-Lösungen

Laufzeit: 01.07.2024 bis 31.12.2027, monatliches Antragskontingent

Der Digitalbonus Bayern ist das wichtigste regionale Programm für kleine bayerische Unternehmen. Der Antrag wird online über das ELSTER-Unternehmenskonto gestellt. Pro Monat gibt es ein festes Antragskontingent – ist es ausgeschöpft, geht es im Folgemonat weiter.

Typische KI-Vorhaben, die über den Digitalbonus gefördert werden können: die Einführung eines intelligenten Dokumentenmanagement-Systems, ein RAG-basierter Chatbot für den Kundendienst, KI-gestützte Qualitätssicherung in der Produktion oder die Automatisierung von Buchhaltungs- und Rechnungsprozessen.

3. BAFA-Beratungsförderung – statt go-digital

BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

50 % Zuschuss (neue Länder 80 %) auf max. 3.500 € Beratungskosten

Für wen: KMU nach EU-Definition, bundesweit

Umfang: Beratungen bis 5 Tage, max. zwei pro Jahr und fünf insgesamt

Laufzeit: Richtlinie gültig bis 31.12.2026

Wichtig: Antrag vor Beratungsbeginn; die Beratung startet erst nach dem Informationsschreiben des BAFA

Das frühere Programm BAFA go-digital ist Ende 2024 ausgelaufen, ebenso Digital Jetzt. Einen direkten Nachfolger gibt es auf Bundesebene nicht. Für eine geförderte KI-Strategieberatung bleibt die allgemeine BAFA-Beratungsförderung – mit deutlich kleinerem Volumen. Die Umsetzung selbst läuft dann über Landesprogramme wie den Digitalbonus Bayern oder über Förderkredite der KfW.

4. Forschungszulage (FZulG) – Steuerbonus für F&E

Forschungszulage nach FZulG

25 % der F&E-Kosten, für KMU 35 %

Für wen: Alle steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland (keine Größenbeschränkung)

Förderquote: 25 % der förderfähigen F&E-Aufwendungen, für KMU auf Antrag 35 %; Bemessungsgrundlage seit 2026 bis 12 Mio. € pro Jahr

Was wird gefördert: Personalkosten für eigene F&E-Mitarbeiter, Auftragsforschung zu 60 %

Besonderheit: Wirkt auch bei Verlust – Auszahlung über Steuererstattung

Die Forschungszulage ist besonders attraktiv für Unternehmen, die eigene KI-Entwicklung betreiben – etwa die Entwicklung eines maßgeschneiderten Sprachmodells, eines proprietären Algorithmus oder eines KI-gestützten Produkts. Die Zulage wird über die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) bescheinigt und anschließend im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht.

5. INVEST-Zuschuss – Wachstumsfinanzierung für Startups und Scale-ups

INVEST Wagniskapitalzuschuss (BAFA)

25 % Erwerbszuschuss für den Investor

Für wen: Innovative Startups und junge Unternehmen, die Wagniskapital aufnehmen

Voraussetzung: Junges, innovatives Unternehmen mit Förderfähigkeitsbestätigung des BAFA; Anträge bis 31.12.2026

Investorenseite: Privater Business Angel erhält 25 % des investierten Betrags steuerfrei als Zuschuss (bis 100.000 € pro Jahr)

Der INVEST-Zuschuss richtet sich primär an KI-Startups, die Wachstumskapital von Business Angels aufnehmen. Für etablierte Mittelständler ist er weniger relevant – aber für Ausgründungen oder junge KI-Unternehmen ein wichtiges Instrument, um private Investoren anzuziehen.

6. Schritt-für-Schritt: So stellen Sie einen KI-Förderantrag

  1. Projektidee konkretisieren: Beschreiben Sie Ihr KI-Vorhaben so präzise wie möglich – mit konkreten Zielen, Meilensteinen und erwarteten Ergebnissen.
  2. Programm auswählen: Prüfen Sie anhand der Kriterien (Standort, Unternehmensgröße, Vorhaben), welches Programm am besten passt.
  3. Antrag VOR Projektstart stellen: Das ist der wichtigste Punkt. Wer mit dem Projekt beginnt, bevor der Bewilligungsbescheid vorliegt, verliert den Förderanspruch.
  4. Angebote einholen: Für die Antragstellung benötigen Sie in der Regel mindestens ein Angebot des Dienstleisters (z.B. VerdaGen).
  5. Bewilligungsbescheid abwarten: Erst nach Erhalt des Bescheids darf das Projekt offiziell starten.
  6. Projekt umsetzen und dokumentieren: Halten Sie Ausgaben, Fortschritte und Ergebnisse sorgfältig fest – für den Verwendungsnachweis.
  7. Verwendungsnachweis einreichen: Nach Projektabschluss reichen Sie den Nachweis ein und erhalten den Zuschuss ausgezahlt.

7. Die 5 häufigsten Fehler bei KI-Förderanträgen

8. Wie VerdaGen.ai bei der Antragstellung hilft

Als KI-Implementierungspartner begleitet VerdaGen den gesamten Förderprozess: von der Auswahl des richtigen Programms über die Erstellung des Antrags bis zur technischen Umsetzung des Projekts.

Typische Projekte, die wir gemeinsam mit Kunden erfolgreich durch den Förderprozess gebracht haben: die Implementierung eines RAG-basierten Wissensmanagement-Systems, die Einführung eines On-Premise KI-Servers sowie die Entwicklung von KI-gestützten Kundenservice-Lösungen.

In einem Erstgespräch analysieren wir, welches Förderprogramm zu Ihrem Vorhaben passt, und erstellen einen konkreten Fahrplan für die Antragstellung.

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Daniel Gnann Geschäftsführer VerdaGen.ai · KI-Stratege & Fördermittelexperte · Zum Profil